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Kirchengesetz über Pfarrstellen für Pröpste und Dekane

vom 27. Februar 1964

KABl. S. 14

Die Landessynode der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck hat am 27. Februar 1964 in Hofgeismar folgendes Kirchengesetz beschlossen:
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§ 1

1 In jedem Sprengel wird eine Pfarrstelle zur Propststelle, in jedem Kirchenkreis wird eine Pfarrstelle zur Dekanstelle erklärt. 2 Die Stellen werden - unbeschadet der Regelungen des § 17 Absatz 3 des Kirchengesetzes betr. die Leitung und Verwaltung der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck vom 27. 9. 1945/4. 12. 1947, des Kirchengesetzes betr. die Pröpste der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck vom 21. 5. 1947 und des Kirchengesetzes über die Ernennung der Dekane vom 26. 11. 19481# - vom Bischof besetzt. 3 Für die Besetzung dieser Stellen steht den Kirchenvorständen ein Wahlrecht nicht zu.
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§ 2

1 Pfarrstellen nach § 1 sind in Kirchengemeinden mit mehreren Pfarrstellen zu schaffen, erforderlichenfalls sind weitere Pfarrstellen zu errichten. 2 Die Pfarrbezirke der Pröpste und Dekane sollen etwa 1000 Gemeindeglieder umfassen. 3 Der Bischof kann Abweichungen hiervon genehmigen.
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§ 3

Eine Ausschreibung der Pfarrstellen nach § 1 entfällt.
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§ 4

1 Pröpste und Dekane sind nicht verpflichtet, den Vorsitz in Kirchenvorständen zu übernehmen. 2 Dies gilt nicht für den Vorsitz im Kirchenvorstand von Filialgemeinden, die zu ihrem Pfarrbezirk gehören.
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§ 5

Der Rat der Landeskirche wird ermächtigt, Propst- und Dekanspfarrstellen durch Verordnung2# festzulegen.
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§ 6

Dieses Gesetz tritt mit dem Ablauf des auf die Verkündung im Kirchlichen Amtsblatt folgenden Tages in Kraft3#.

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1 ↑ Die angeführten Bestimmungen sind außer Kraft getreten und nicht abgedruckt.
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2 ↑ S. PropstPfarrst-VO, abgedruckt unter Nr. 107, sowie DekanStellen-VO, abgedruckt unter Nr. 108.
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3 ↑ Verkündet am 26. März 1964.